Spass mit der Deutschen Post AG
Ausgangssituation:
Frau D-Punkt aus L-Punkt schickt einen wichtigen Brief mit einem grossen, gelben Zustelldienst auf die Reise. Unglücklicherweise klebt Frau D-Punkt nicht nur zu wenig Porto auf den Umschlag, sie vergisst auch noch, ihren Namen und ihre Adresse auf dem Briefchen zu notieren. Und die Dinge nehmen ihren Lauf ...
Der Brief wird zunächst an seinen Zielort befördert. Schliesslich besteht Hoffnung, dass der Empfänger das fehlende Porto zahlt.
Sollte der Empfänger aus fadenscheinigen Gründen die Annahme verweigern (z.B. weil er solch horrende Summen für das fehlende Porto nicht bei sich führt oder weil er in dem Brief schlechte Nachrichten vermutet), so verschandelt unser Gelber Engel den Umschlag mit dem Hinweis "Annahme verweigert". Nun geht der Brief zurück an den Absender. Doch wie das, wenn dieser nicht bekannt ist...?
Der Brief wird hierfür ins 160km entfernte Marburg verschleppt. Dort unterhält der gelbe Riese eine Spezialabteilung zur Ermittlung säumiger Zahler, Codename: "Service Center Briefermittlung". Hier sitzen vereidigte Lemminge, die die Briefsendungen öffnen (dürfen, können und werden), um aus dem Inhalt der Postsendung z.B. Hinweise auf den Absender, seinen Wohnort und seine schmutzigsten Fantasien zu erhalten.
Nun kann es u.U. unglaublich peinlich für Absender bzw. Empfänger werden, wenn Dritte Post öffnen, die nicht für sie bestimmt war. Das Päckchen mit der bei "3..2..1..meins" ersteigerten, bereits getragenen Unterwäsche wäre ein Beispiel. Oder das spontan formulierte Erpresserschreiben an eine grosse Kaufhauskette.
Zurück zum Thema:
Der Schuldner ist nun ermittelt, also setzt die Postsendung nach dem kurzen Auswärtsspiel seine Deutschlandtournee fort, zurück gen Heimat. Für die Kosten, die bisher entstanden sind, hätte man vermutlich einen Kühlschrank mitsamt Inhalt an eine nicht existente Adresse in Johannesburg versenden können... ohne Porto und Absender, versteht sich.
"Endlich! Die Post ist da!" Fröhlich winkt ein Träger des schwarzen Horns mit einem Schreiben in der Hand unserer Frau D-Punkt aus L-Punkt zu.
Vor Übergabe des Umschlags wird die ahnungslose Frau D-Punkt allerdings vom Capo ordentlich zur Kasse gebeten:
Ja, ganze 0,86EUR Kosten wurden durch die (ungewollte) Weltumrundung ihres Schreibens verursacht. Diese sind sofort fällig, und zwar bar und ohne Abzüge. Keine Schecks, keine Bankbürgschaften, kein doppelter Boden oder das Auto von der Schwiegermutter.
Und um dem Ganzen noch die Krone aufzusetzen, findet sich auf dem Umschlag ein gut gemeinter Ratschlag - das "Handy neben meinem Herzschrittmacher" sozusagen:
Zähneknirschend zahlt Frau D-Punkt 1,00EUR an den Spediteur, der natürlich nicht rausgeben kann (oder will, oder beides) und man belässt es dabei.
Frau D-Punkt, in dem Glauben sie hätte nun ein Guthaben von 0,14EUR, verpackt das Schreiben erneut in einem um 0,14EUR unterfrankierten Briefumschlag und vermerkt auf dem Umschlag:
"Kollege weiss Bescheid!"
Und die Dinge nehmen ihren Lauf ...
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